Kaum einer weiß, wie viele verschiedene Therapiearten sich hinter dem Begriff Kleintier-Physiotherapie verbergen und alle haben nur das gemeinsame Ziel ( ähnlich wie in der Humanmedizin ), die gestörte Funktion des Bewegungs- und Stützapparates durch physiotherapeutische Maßnahmen zu behandeln.
Was gibt es Schöneres, als Ihren tierischen Freund und Begleiter wieder fröhlich herumtollen zu sehen und alle ob nun Hunde, Katzen oder andere Kleintiere, werden mit der Kombination von Physiotherapie und tierärztlicher Behandlung die beste Chance auf eine schnelle Genesung haben.
Durch genetische Veranlagung , Fehl- oder Überbelastung, Wachstumsstörungen, Sport-, Spiel- oder Bissverletzungen, falsche Ernährung und Unfälle kommt es immer häufiger vor, dass vor allem Hunde dann an Arthrosen, Hüftgelenksdysplasie, Rückenproblemen etc. erkranken und eventuell sehr lange darunter leiden.
An dieser Stelle tritt nun die Physiotherapie, die eigentlich zur Behandlung dieser Erkrankungen und deren Folgen zu einer der ältesten und natürlichsten Heilmethoden der Welt zählt!
Die Physiotherapie dient dazu, den optimalen Bewegungsapparat zu erhalten und/oder wieder zu erlangen und natürlich in diesem Zusammenhang auch die Schmerzen zu lindern.
Durch die Behandlung von Skelett, Gelenken, Muskeln, Nerven und Gewebe wird der Selbstheilungsprozess gefördert.
Die Physiotherapie wird in Großbritannien den USA und den Niederlanden schon seit Jahren erfolgreich auch in der Tiermedizin praktiziert.
Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr umfangreich, wie man in der folgenden Aufstellung gut erkennen kann.
Einsatzmöglichkeiten:
- Vorbeugend, damit Probleme gar nicht erst entstehen
- Rehabilitation nach Verletzungen, Unfällen und Operationen ( vor allem vorbereitend vor anstehenden Operationen)
- Nichtoperative Behandlung ( konservative Therapie )
- neurologische Erkrankungen ( wie Bandscheibenvorfall, Lähmungen und Nervenschmerzen )
- Behandlung von Hämatomen ( Blutergüsse )
- Behandlung von Schwellungen
- Narbenbehandlung
- Steigerung des Wohlbefindens
- Verbesserung der Lebensqualität von älteren Tieren
- muskulärer Erkrankungen ( z.B. Krämpfe, Verspannungen und Muskelabbau)
- Erkrankungen des Bewegungsapparates ( z.B. Wachstumsstörungen, Arthrosen, Rheuma und HD )
Neben den klassischen Therapieformen werden heute in der modernen Tier- Physiotherapie auch medizinische Geräte eingesetzt.
Daraus ergibt sich ein schon sehr breites Spektrum von Behandlungsmöglichkeiten, in dem gezielt jede Erkrankung behandelt werden kann.